Die Werkstatt

Hoela, Asa und Solayah sind tatsächlich zu Zohir runtergestiegen! Ich habe angespannt mit Vic am Kopf der Treppe gewartet und gelauscht. Wir hörten leise Hoelas Stimme, aber wir verstanden nicht was sie sagte. Nach kurzer Zeit sind die drei aber erfolgreich zurückgekehrt: Zohir werde in ca. fünfzehn Minuten “zum Essen” kommen. Erneut lauerten wir Zohir auf.

Nach gefühlten Ewigkeiten hörten wir das sanfte Rascheln ihres Kleides und kaum trat sie an unserem Versteck vorbei, fielen Vic und Morgaine ihr in den Rücken. So ganz schien sie uns nicht geglaubt zu haben! Ihr folgten zwei scheussliche Geistwesen! Kalte, schwarze Nebel in Zwergenform! Als sich Zohir dann plötzlich auch in einen durchsichtig schimmernden Geist verwandelte, rechnete ich schon mit dem Schlimmsten, aber Solayah und Morgaine konnten ihr gut zusetzen und ein letzter Hieb von Solayahs Dampfklinge und Zohir stiess einen wehmütigen Seufzer aus und verschwand. Die Gefahr war jedoch noch lange nicht gebannt! Die zwei schwarzen Geistwesen stellten sich als die weitaus grössere Bedrohung heraus! Anscheinend waren das Todesalben und sie schienen regelrecht das Leben aus Solayah zu saugen. Asa schickt Solayah aber ihre Energie und kann sie so vor dem Schlimmsten bewahren. Mit vereinten Kräften können wir schliesslich die Todesalben besiegen. Vic hat dabei zum ersten Mal seinen neuen Pistolenaufsatz verwendet und wurde gleich etwas benommen von dem ausserdimensionalen Knall der entstand. Aber sein Gegner hat es auch kurzzeitig verlangsamt…

Während Asa sich um Solayah kümmert, durchsuchen Vic und Morgaine Zohirs Überreste. Es blieb nicht viel zurück, aber Morgaine findet Gefallen an Zohirs Kleidung und Vic sammelt den Rest der Wertgegenstände ein. Nachdem wir uns ein wenig vom Schrecken erholt haben, steigen wir hinunter in Zohirs Werkstatt und sehen uns um. Ein gruseliger Ort! Lauter Folterinstrumente säumen die Wände und die Arbeitstische in der Mitte des Raumes sind mit Ketten behängt. Asa schaut durch die Sammlung an Bücher über Nekromantie und Elixire, die ewiges Leben versprechen, Vic findet eine kunstvoll geschmiedete Axt, die ursprünglich wohl einem Anhänger Torags gehört haben muss. Nach einiger Zeit finden wir mit Morgaines Unterstützung eine kleine, gut verborgene Tür in der Wand. Morgaine untersucht sie ein Weilchen eingehend, bis sie anfängt auf den kleinen Symbolen der Türe herumzudrücken. Plötzlich wächst die Türe und Morgaine kann sie öffnen!

Obwohl Vic zur Vorsicht rät, schreiten wir gleich hinunter in das mysteriöse Geheimzimmer. Am Ende einer kurzen Treppe finden wir uns in einem absolut phantastischen Raum wieder. Der Boden ist von feinster Steineinlagearbeit bedeckt, welche sehr nach einer Art magischen Zirkels aussehen. An der Wand sind Armaturen aus Gold und Edelsteinen angebracht, und selbst die Wände sind hier schön glatt gehauen. Vic findet auf einem kleinen Tischchen ein uraltes Buch, das beim Anheben halb auseinanderfällt und Asa schaut sich die übrig gebliebenen Teile mit ihrer Sprachenbrille an. Sie findet tatsächlich einige “Rezepte”, die irgendetwas mit dem Dunklen Wald zu tun haben! Die Symbole im Buch erscheinen auch auf dem Armaturenbrett wieder. Wir müssen uns sicher weiter damit auseinandersetzen! Aber zuerst kehren wir mit Hoela wieder nach Oremont zurück, um uns auszuruhen. Hoffentlich können wir Solayah helfen, sie schaut gar nicht gut aus.

Als wir Solaya zu Oremonts Heiler, Brelivet Raoult, bringen, schaut er ebenfalls ziemlich geschockt aus. Er versichert uns aber, sich um sie zu kümmern und gibt Solaya ein Bett, um sich auszuruhen. Asa bleibt natürlich auch bei ihr und so gehe ich mit Morgaine und Vic zu Patamot, um ihn von unserem Erfolg zu informieren. Er scheint überglücklich, und auch ein wenig ungläubig, dass wir Zohir so schnell ausschalten konnten und verspricht uns ein Festmahl zu unseren Ehren am nächsten Abend. Grejetor stellt uns wieder ihr Haus zum Schlafen zu Verfügung und so quetschen sich Morgaine und Vic wieder in das kleine Häuschen. Trotz des knappen Platzes schlafen wir alle tief und fest im Wissen, sicher zu sein.

Am nächsten Morgen besuchen wir Brelivet und es stellt sich heraus, dass er Solayah nicht so einfach heilen kann, wie wir das gehofft hatten. Es fehlt ihm an einer Zutat für seinen Heiltrank, dem Geistefeu. Er beschreibt uns, wie die Pflanze ausschaut und gibt uns ein paar Orte auf der Karte an, wo dieser häufig zu finden ist. So beschliessen wir am nächsten Tag aufzubrechen. Aber zuerst können wir uns heute Abend noch beim Festmahl etwas ausruhen und stärken, bevor wir wieder in die engen Tunnels einsteigen.

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