In Karugrad geht eine…Vampirschnecke?! um

Die Truppe hatte sich sehr zögerlich nur der merkwürdigen Stadt im Untergrund Kaer Magas genähert. Zu ihrem Erstaunen wurden sie trotz des abscheulichen Regens freundlich, ja geradezu euphorisch empfangen. Nachdem sie das “Güldene Schaaf” zu ihrem temporären Stützpunkt auserkoren haben, wurden sie in Richtung Kronenhalle geschickt.

Ein dankbarer Bürgermeister Vanten Heggard erkannte sofort das Potential unserer Helden und heuerte sie an, mehr Informationen über den Schrecken zu finden, der Karugrad seit heute morgen terrorisiert. Drei Häuser sind von unten her eingerissen worden und es gibt mehrere Leichen zu beklagen, vor allem unter den “Fledermäusen”, der Stadtwache Karugrads. Er versprach 1’500 GM für Informationen mit denen der Schrecken bekämpft werden kann und das Doppelte, wenn die Truppe selbst das Problem löst.

Die Rattenvolkdame Marie und der schwarzlockige Gregar führen unsere Helden zügig durch den strömenden Regen zum Prügelmarkt, wo sie auf eine Szene der Zerstörung stossen. Drei Leichen wurden aus den Trümmern des eingestürzten Hauses geborgen, alle blutleer und in unmenschlichen Winkeln verdreht. In der Hausruine finden sie weitere zerfetzte, blutleere und verdrehte Leichen der Fledermäuse. Vor allem treffen sie aber auf einen stinkenden, schwarzen Schleim. Damit kommt Sasha gar nicht klar. Der anhängliche Feendrache muss sich eine kurze Auszeit vor dem Haus nehmen. Was.. wenn unser Mosnter.. eine Vampirschnecke ist?!

Hinter einer etwas klemmenden Türe findet Morgaine eine Treppe in den Untergrund. Die Schleimspur stammt ganz klar von hier. Vorsichtig steigen die drei zusammen mit dem immer noch etwas kläglich aussehenden Sasha hinunter in die Tiefe. Sie stossen nach etlichen Treppenfluchten auf eine ausgedehnte Kammer deren Decke von soliden Steinsäulen getragen wird. Ein bläulich-violeter Schein lockt sie tiefer in die Kammer zu einem kleinen Schlammtümpel und einer Triade aus knorrigen, versteinerten Bäumen, geschmückt mit Knochenfetischen, die einen Steinaltar umgeben. Doch sie sind nicht allein hier! Auf dem Altar hockt ein Ghul namens Yarresch, der genüsslich an einer Leiche knabbert während er in einem dicken Wälzer schmökert.

Morgaines Versuch den Ghul mit Leichenteilen zu überreden, das Buch rüberzurücken, missglückt leider. Yarresch kommt allerdings nicht weit und wird von Solaya niedergestreckt. Mit dem mysteriösen Buch, genannt ” Die Pnakotischen Manuskripte”, können unsere Helden aber vorerst noch nicht viel anfangen. Der Insektengliedern ähnelnde Verschluss wird zwar prompt von Morgaine durchschaut, aber die 500 Seiten Aklo sind undurchdringbar. Der Buchrücken trägt jedoch fünf Namen unter der Inschrift “Mögen wir, die Hüter des Ältesten, über die Geissel der einfachen Gedanken und niederen Menschen stets erhaben bleiben.”

Weiter hinten findet Morgaine eine Nebenhöhle mit fünf Betten, einem rustikalen Tisch und zahlreichen Bücherregalen voller weiterer Schriften und Dokumente in Aklo. Mit Asas Brille des Sprachenverstehens finden sie Hinweise auf blasphemische Religionen, magische Rituale und das Dunkle Firmament, den kalten, unerforschten Raum zwischen den Sternen.

Asa spürt jedoch noch etwas Magisches aus dem schlammigen Tümpel neben dem Altar und Victarion opfert sich, die Sache näher zu untersuchen. Aus dem grauslichen Morast zieht er einen wundersamen von filigranen Metalverzierungen umschlossenen, dunkelblauen Stein mit einer alt-thassilonischen Inschrift “Home Sweet Home – Qatron Singarvav”. Obwohl das Oval starke, komplexe magische Auren verströmt, bleibt sein Nutzen vorerst ungeklärt.

Weitere Erforschung des Höhlensystems bringt leider wenig neue Erkenntnis. Einer der abzweigenden Gänge führt jedoch in ein Lagerraum der Handelsgesellschaft Blauer Wagen 1437. Als sie hinaus auf die Strasse treten, treffen sie ein ganz anderes Karugrad an als sie “verliessen”. Trotz des heftigen Regens hetzen zahlreiche Menschen durch die zuvor ausgestorbenen Strassen und es ist ein grosser Aufruhr zu hören. Es scheint als habe die Bevölkerung von den zwei weiteren Angriffen Wind gekriegt und die aufkommende Panik hat einen Massenexodus verursacht.

Nach einigen fruchtlosen weiteren Erkundungstrips kehren Asa, Vic und Morgaine mit Sasha zurück zu Bürgermeister Heggard und erzählen ihm von ihren Funden. Sie verabreden sich für morgen (26. Rova 4715) um 7 Uhr in seinem Büro. Bis dahin wird er jemanden auftreiben, der Aklo versteht und beim Verstehen der Pnakotischen Manuskripte helfen kann. So treffen sie am nächsten Morgen gestärkt und in Begleitung von der Fledermaus Ralf beim Bürgermeister seine Beraterin Margritte Kurzstein an. Sie ist fasziniert von dem Buch, wird allerdings einige Stunden benötigen um durch das 500 Seiten starke Manuskript zu dringen.

Inzwischen versuchen unsere Helden mehr über die fünf “Hüter des Ältesten” herauszufinden. Werden sie auch im “Güldenen Schaaf” nicht fündig, so kann sie der Stammgast des “Silbernen Wolfs”, Knuthi Raknison, auf eine hilfreiche Quelle hinweisen: die Diebesgildenmeisterin Miranda. So erfahren sie, dass G. Baskerwell, ein buckliger Einsiedler aus der Sträube wohl das Zeitliche gesegnet hat und Waldur Kroven der Leiter einer Irrenanstalt ist. Anscheinend ist er mit Arlenda Stock gut bekannt. Dann ringt die bezaubernde junge Frau Morgaine jedoch im Austausch für weitere Informationen ein Date in der “Kleinen Kröte” ab.

Was hat Margritte Kurzstein wohl bereits herausgefunden? Und was hat es mit Baskerwell, Kroven, Stock, Marschan und Myrel auf sich?

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